Dentikel - Pulpastein - Kalzifikation


Als Dentikel bezeichnet man verschiedene Hartgewebsbildungen innerhalb der Zahnpulpa.

Die genaue Ursache der Entstehung ist bisher unbekannt. Mit zunehmenden Alter steigt die Häufigkeit von Dentikeln. Ein Zahntrauma, Karies, tiefe Füllungen und Zähneknirschen begünstigen die Dentikelbildung.

Sie bestehen aus karbonisiertem Hydroxylapatit, Kalzium, Phosphor, Zinn und Kupfer. Hyperkalzämie, Gicht und Nierensteine werden als prädisponierende Faktoren beschrieben (1). Liegen Dentikel in multiplen Zähnen vor, kann dies einen wichtiger Hinweis auf koronare Herzkrankheit oder terminale Nierenerkrankungen sein (1;2). Zähne mit Dentikeln bleiben oft viele Jahre beschwerdefrei. Sollte es jedoch zu einer Wurzelkanalbehandlung kommen, wird die Therapie dadurch erschwert, daß meist die Kanaleingänge mit diesem Pulpastein verlegt sind.

Eine exakte Röntgendiagnostik ist vor der Wurzelbehandlung sehr wichtig, um die Größe der Verkalkung einschätzen zu können.

 

(1) Hülsmann M./ Schäfer E., Probleme in der Endodontie – Prävention, Identifikation und Management, 2. Auflage, S.156

(2) Kockapan C., Struktur und Klinik der Dentikel – Eine Literaturübersicht Teil 2, Prävalenz und klinische Manifestationen 2010;19:9-27

 

Röntgenbild zum obigen Zahn

 

Im Röntgenbild ist der Dentikel mittig in der Pulpakammer gelegen.

Ob der Kanaleingang verdeckt ist, lässt sich im 2D-Bild nicht erkennen. Der Wurzelkanal ist bis zur Wurzelspitze durchgängig offen.

Video:    Der Dentikel lässt sich leicht aus dem palatinalen Kanal entfernen.